Glossar
Darunter versteht man die Verteilung der Vermögenswerte im Portfolio bzw. im Depot. Ziel ist die Reduzierung des Risikos, indem in verschiedene Vermögensklassen, wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien investiert wird, die sich in der Wertentwicklung weitgehend gegenläufig verhalten. Dazu wird in erster Linie nach regionalen Gesichtspunkten unterschieden. Die Reihung erfolgt anhand der volkswirtschaftlichen Größenverhältnisse der Länder, bei den Industriestaaten sind das Nordamerika, Westeuropa, Japan und Ozeanien, bei den Schwellenländer der Nahe und Mittlere Osten, Ost- und Südostasien ohne Japan, Lateinamerika, Osteuropa und Afrika. Modern ist auch eine Diversifikation nach Branchen, die aber genau genommen eher das Gegenteil von dem erreicht, was bei einer breiten Streuung erreicht werden soll, eine Diversifikation über Länder stellt daher die bessere Lösung dar. Sinnvoll ist weiters eine Aufteilung des Portfolios nach Unternehmensgröße sowie nach Growth- und Valuetiteln.
Neben dem Ertrag (Rendite) sind der Zeithorizont (Anlagedauer) und das Risiko (Sicherheit) zu berücksichtigen. Alle drei Kriterien befinden sich in einem Spannungsfeld zu einander: Je kürzer der Zeithorizont, desto höher das Risiko, je höher die zu erwartende Rendite, desto höher das Risiko. Auch wenn die Risikotoleranz von Anleger zu Anleger unterschiedlich ist, sollten Sie als Anleger ein berechenbares Risiko eingehen und die Risikominimierung in den Vordergrund Ihrer Anlageentscheidung stellen.siehe 'Asset Allocation'; siehe 'Strategie'
Der Indexstand berücksichtigt ausschließlich Kursveränderungen. Ausschüttungen werden nicht berücksichtigt, sondern nur, wie sich der Preis im Lauf der Zeit verändert hat. Wird auch Preisindex genannt. Der bekannteste Kursindex ist der DJIA (Dow Jones Industrial Average).
Einer der bekanntesten Indizes aus der MSCI-Familie (Morgan Stanley Capital International). Er umfasst Aktien großer Unternehmen aus 23 entwickelten Ländern, ausschließlich sogenannte Blue-Chips. Am stärksten vertreten sind die USA (ca. 50 %), Westeuropa (ca. 32 %), Japan (12 %), restliche Industrieländer (ca. 6 %). Er besteht überwiegend aus Growth-Aktien.
Der Indexstand spiegelt wider, wie sich die im Index enthaltenen Wertpapiere entwickeln. Er berücksichtigt die Veränderung des Preises (Kurses) sowie unterjährige Ausschüttungen und Dividenden. Der DAX ist einer der bekanntesten Performance-Indizes. siehe auch 'Kursindex'
Wer in Aktien investiert, muss bereit sein, auch das damit verbundene Risiko zu tragen, zumindest die Nervenstärke haben, das Auf und Ab an den Wertpapiermärkten auszuhalten. Am wichtigsten für Ihren Seelenfrieden ist, wenn Ihr Portfolio breit aufgestellt, also gut diversifiziert ist. Sie sollten also nicht Ihr ganzes Vermögen in wenige Einzeltitel investieren, auch dann nicht, wenn es sich dabei um einen „todsicheren“ Tipp handelt und Ihr Vermögensberater darauf schwört. Bestes Beispiel der jüngsten Vergangenheit: Viele Anleger haben auf Anraten Ihrer Vermögensberater Ihr Vermögen in Immoeast-Aktien oder MEL-Zertifikate (Meinl European Land) gesteckt und beinahe einen Totalausfall erlitten. Siehe auch 'Asset Allocation'; siehe auch 'Strategie'
"Der Mensch ist sich selbst der größte Feind", hat ein weiser Börsenexperte einmal gemeint. Eine wohldurchdachte Strategie ermöglicht, vorschnelles Handeln auszuschließen und in turbulenten Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren. Die beste Anlagestrategie im Crash ist immer noch die vereinfachte Devise von Waren Buffet „kaufen und halten“. Je länger Sie investiert bleiben, desto höher ist Ihre Chance, erlittene Verluste wieder wett zu machen und sich der langfristigen Durchschnittsrendite wieder anzunähern. Vorausgesetzt Sie stellen Ihr Portfolio richtig zusammen und achten auf die Kosten. Siehe auch 'Asset Allocation'; siehe auch 'Risiko'
Swaps (engl. (Aus-)Tausch) sind Vereinbarungen zwischen zwei Vertragspartner, zukünftige Zahlungsströme auszutauschen. Je nach Vereinbarung wird geregelt, wie die Zahlungen berechnet werden und wann sie fließen.
Bei börsengehandelten Indexfonds kommen Swaps zum Einsatz, um die Entwicklung des zugrunde liegenden Indexes genauer und kostengünstiger nachbilden zu können. Ein Bankpartner (Kontrahent) verpflichtet sich, die eventuelle Performance auszugleichen. Im Gegenzug profitiert die Bank bei einem Überschuss. Probleme können entstehen, wenn sich der im ETF enthaltene Aktienkorb deutlich schlechter als der Index entwickelt, denn dann muss die Bank zahlungsfähig sein, um den großen Unterschied wettmachen können. Begrenzt wird dieses Risiko durch die EU-Fondsrichtlinie, die den Swap-Anteil in einem ETF auf maximal zehn Prozent beschränkt.
Lesen Sie auch den Artikel von Ingo Narat über Swap-basierte ETFs vom 30.06.2008 unter http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/an-den-swaps-scheiden-sich-die-geister;1438889


